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BELCHIM - NEWS CENTER

Freitag, Dezember 13, 2019

Zulassung von Kenja in Spezialkulturen

  • Zugriffe: 58

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen, dass das Fungizid Kenja® die Zulassungen gegen Botrytis und Sklerotinia in verschiedenen Kulturen erhalten hat (Zul.-Nr. 008663-00). Kenja® enthält den neuen Wirkstoff Isofetamid (400 g/l) aus der Gruppe der Carboxamide (FRAC 7). Die Zulassung gilt bis zum 15.09.2027.

 

Eigenschaften und Wirkungsweise

Kenja® wirkt auf alle Entwicklungsstadien der Pathogene. Die Verteilung in der Pflanze erfolgt systemisch & translaminar. Die Wirkungsweise ist präventiv und kurativ; der Einsatz erfolgt protektiv.

Im Gegensatz zu anderen SDHI´s besitzt Isofetamid eine flexible Molekülstruktur, die anpassungsfähig an die SDH-Enzymstruktur der Pathogene ist, was Kenja® anpassungsfähig an verschiedene Botrytis-Stämme macht.

 

Produktprofil & aktuelle Zulassungen

 

Kenja® 

Pflanzen/-erzeugnisse 

Erdbeere: Botrytis cinerea; 

Frische Kräutern, Spinat-Arten und Salat-Arten: Botrytis cinereaSclerotinia-Arten 

Schadorganismus 

Erläuterung zur Kultur 

Gewächshaus 

Stadium der Kultur 

Erdbeere:           60 bis 87 

Salat-Arten:       12 bis 41 

Spinat-Arten:     12 bis 33 

Frische Kräuter: 12 bis 27 

Maximale Zahl der Behandlungen 

In der Kultur bzw. je Jahr: 2 

Anwendungstechnik 

spritzen 

Abstand (Tagen) 

Erdbeere: 7;  

Spinat, Salat-Arten,  

Frische Kräuter: 10 

Aufwandmenge 

Erdbeere: 1,2 l/ha 

Spinat, Salat-Arten,  

Frische Kräuter: 1,0 l/ha 

Wartezeit 

Erdbeeren: 1 Tag 

Spinat, Salat-Arten,  

Frische Kräuter: 21 Tage 

 

Für Kenja® werden weitere Zulassungen in Kürze erwartet.

 

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Belchim-Team

Entsorgung unbrauchbarer Pflanzenschutzmittel durch PRE startet

  • Zugriffe: 165

(Frankfurt a. M., 31. Oktober 2019)  Im Zeitraum vom 4. bis 21. November 2019 werden an sieben Standorten im Bundesgebiet wieder unbrauchbar gewordene Pflanzenschutzmittel und Agrarchemikalien im Rahmen des Rücknahme-Systems PRE® (Pflanzenschutzmittel Rücknahme und Entsorgung) zurückgenommen. Dazu zählen Mittel, die in Deutschland nicht mehr eingesetzt werden dürfen, weil die Zulassung abgelaufen ist oder sie nicht mehr anwendbar sind, sowie sonstige Agrarchemikalien, zum Beispiel Reinigungsmittel, ÖleBeizen, Dünger, gebeiztes Saatgut, Filter, Fette und Farben.

 

PRE wurde im Jahr 2013 vom Industrieverband Agrar e. V. (IVA) im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiativen der deutschen Pflanzenschutz-Industrie ins Leben gerufen. Seit dem Start von PRE wurden 216 Tonnen unbrauchbar gewordene Pflanzenschutzmittel sicher entsorgt. 1470 Anlieferer nutzten das System seit seiner Einführung.

 

*(Zusammen mit den PRE-Vorläuferprojekten wurden seit 2006 insgesamt von rund 9800 Anlieferern 760 Tonnen unbrauchbar gewordene Pflanzenschutzmittel und andere Agrarchemikalien zurückgenommen und sicher entsorgt.)

 

Das PRE-System ist eine umfassende Lösung zur sicheren Entsorgung von Agrarchemikalien. Mit PRE werden potenzielle Risiken durch unsachgemäße Lagerung, Anwendung und Entsorgung von Pflanzenschutzmitteln durch Handel und Landwirtschaft reduziert und eine sichere, umweltgerechte Entsorgung gewährleistet.

 

Auf der Webseite www.pre-service.de sind weitere Informationen zum PRE-System, alle Sammelstellen und Termine 2019 sowie die Annahmebedingungen zu finden. Unter der kostenlosen Servicenummer 0800 3086001 stehen Experten der Firma RIGK GmbH, Wiesbaden, die mit der Durchführung des Projekts betraut ist, für Fragen rund um Rücknahme und Entsorgung von unbrauchbaren Pflanzenschutzmitteln zur Verfügung (Mo - Fr., 9 - 17 Uhraußer an Feiertagen).

 

Über die Schadstoffmobile an den PRE-Sammelstellen kann aus logistischen Gründen maximal eine Menge von 1 Tonne pro Anlieferer angenommen werden. Es kann aber selbstverständlich auch mehr als 1 Tonne über PRE entsorgt werden. Wer Bedarf hat, wendet sich dazu telefonisch an die Firma RIGK GmbH (0800 3086001), um die Entsorgung individuell zu vereinbaren. Für die Rücknahme wird eine Gebühr von 2,95 Euro pro Kilogramm/Liter zuzüglich Mehrwertsteuer erhoben. Die Bezahlung erfolgt per Rechnung. Die Anlieferer müssen deshalb bei der Abgabe Daten zur Rechnungsstellung sowie den Personalausweis bereithalten. Als abfallrechtlichen Nachweis der Entsorgung wird ein Original-Übernahmeschein ausgestellt.

 

Die Chemikalien werden durch das PRE-System nach der Sammlung in dafür genehmigte Sonderabfall-Verbrennungsanlagen verbracht und entsorgt.

 

 

Daneben laufen aktuell noch an einigen Standorten Sammlungen des PAMIRA-Systems (Packmittel-Rücknahme Agrar), dem Entsorgungssystem für restentleerte Pflanzenschutz- und Flüssigdünger-Verpackungen. Informationen, Termine und Sammelstellen sind unter www.pamira.de oder in der PAMIRA-App (https://pamira.de/infomaterial.html) abrufbar.

 

(2985 Zeichen)

 

 

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 54 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien und Schädlingsbekämpfung. Die vom IVA vertretene Branche steht für innovative Produkte für eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft.

 

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Pressekontakt:

Industrieverband Agrar e. V., Pressestelle
Maik Baumbach
Tel. +49 69 2556-1268 oder +49 151 54417691
Fax +49 69 2556-1298
E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
https://www.iva.de
https://twitter.com/IVA_Presse

Reben weiterhin anfällig: Sicherheit geht vor!

  • Zugriffe: 938

Sehr geehrte Damen und Herren,

das kritische Stadium der Blüte ist beendet; das starke Wachstum der Reben dauert und die Reben befinden sich in einem Stadium höchster Sensitivität. Die sommerlichen Temperaturen führen zu hohem Oidium-Druck. Beim Peronospora-Befall hat sich die Lage vordergründig entspannt. Vorhandene Ölflecken können jedoch immer noch sporulieren und Lagen mit erhöhtem Befallsrisiko bedürfen einer engen Spritzfolge.

Achten Sie daher auf einen lückenlosen Schutz Ihrer Anlagen und setzen Sie auf Sicherheit in Ihrer Spritzfolge!

Wir empfehlen Ihnen zu diesem Zeitpunkt den Einsatz von Kusabi® (Pyriofenone, Wirkstoffgruppe K) gegen Oidium und dem tiefenwirksamen Videryo® F (Cyazofamid und Folpet). Die Kombination dieser beiden Produkte bietet zusätzlich eine Nebenwirkung gegen Botrytis.

 

Empfehlung Nachblüte bis Traubenschluss

Kusabi® 0,225 – 0,3 l/ha + Videryo® F 1,88 – 2,5 l/ha
(3-4 facher Basis-Aufwand)

 

Kusabi®
• Lange protektive Wirkung gegen Oidium
• Zusatzwirkung* gegen Botrytis
• Optimale Verteilung auf dem Blatt (DISPENSE-Effekt)
• Schnelle & hohe Regenfestigkeit

 

Videryo® F
• Lange protektive Wirkung gegen Peronospora
• Zusatzwirkung* gegen Botrytis, Roter Brenner, Phomopsis und Schwarzfäule
• Reduktion der Sporenzahl (sporenabtötend) für weniger Druck in der Anlage
• Aktives Resistenzmanagement durch ideale Wirkstoffkombination

 

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Weinbauteam

Zulassung von Airone® SC in Wein, Hopfen, Kartoffeln und Zierpflanzen

  • Zugriffe: 606

Das Fungizid Airone® SC hat die Zulassung zur Bekämpfung von Falschem Mehltau in Wein und Hopfen sowie gegen Phytophtora in Kartoffeln erhalten. In Zierpflanzen ist Airone SC gegen Echte Mehltaupilze, Cercospora-Arten, Gloeosporium, Rost (Puccinia allii), Pseudomonas syringae zugelassen. Weitere Kulturen sind beantragt. 

Eigenschaften und Wirkungsweise

Airone® SC zeichnet sich durch seine innovative Kombination aus Kupferhydroxid und Kupferoxychlorid aus. Die Kombination beider Kupfermoleküle beeinflusst einerseits die Wirkungsgeschwindigkeit und andererseits die Wirkungsdauer positiv. Dies garantiert eine verbesserte Wirkungssicherheit und ist ein entscheidender Vorteil gegenüber klassischen Kupferpräparaten mit nur einem Kupferkomplex.

Ein weiterer wichtiger Vorteil besteht in der anwenderfreundlichen Flüssigformulierung. Airone® SC ist leicht zu dosieren und gut mischbar im Tank.

Die mikronisierten Partikel garantieren eine optimale Verteilung der Wirkstoffe auf der Blattoberfläche. Dies gewährt eine schnelle, gleichmäßige und stabile Benetzung der Blattoberfläche und sorgt für eine gute Regenfestigkeit.

Die geringe Partikelgröße der Wirkstoffe in der Formulierung verbessert außerdem die bakterielle Wirkung von Airone® SC.

 

Produktprofil & aktuelle Zulassung

Produkt-name

Airone® SC

Kulturen

Kartoffel – Phytophtora infestans

Bei Befallsgefahr bzw. nach Warndiensthinweis

 

 

Max. Zahl Behandlungen

In der Anwendung: 3
In der Kultur bzw. je Jahr: 3
Abstand: mindestens 7 Tag(e)

Aufwandmenge

3,1 l/ha in 600 bis 800 l/ha Wasser

 

 

Kulturen

 

 

Weinbau

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis

Max. Zahl Behandlungen

In der Anwendung: 5
In der Kultur bzw. je Jahr: 5
Abstand: mindestens 7 Tag(e)

Aufwandmenge

Basisaufwand: 0,65l/ha in maximal 400 l/ha Wasser
ES 61: 1,3 l/ha in maximal 800 l/ha Wasser
ES 71: 1,95 l/ha in maximal 1.200 l/ha Wasser
ES 75: 2,6 l/ha in maximal 1.600 l/ha Wasser

 

Hopfen

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis

Max. Zahl Behandlungen

In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 7 bis 14 Tag(e)

Aufwandmenge

bis BBCH 37: 3,31 l/ha in 500 bis 900 l/ha Wasser
bis BBCH 55: 4,92 l/ha in 900 bis 1.300 l/ha Wasser
über BBCH 55: 7,35 l/ha in 1.300 bis 2.000 l/ha Wasser

 

 

Zierpflanzen

Bei Befallsgefahr bzw. nach Warndiensthinweis

Max. Zahl Behandlungen

In der Anwendung: 4
In der Kultur bzw. je Jahr: 4
Abstand: 7 bis 8 Tag(e)

Aufwand

Pflanzengröße bis 50 cm 2,8 l/ha in mindestens 600 l/ha Wasser

 

 

Airone® SC ist einsetzbar im ökologischen Landbau nach der EG-Öko-Basisverordnung (EG) 834/2007.

 

Aktuelle Maisherbizid Empfehlung

  • Zugriffe: 766

Mais ist in seiner Jugendphase empfindlich gegenüber Konkurrenz, der Zeitraum zwischen Auflauf und Reihenschluss kann relativ lang werden. In dieser Zeit ist es essentiell den Maisbestand bestmöglich unkraut-/ungrasfrei zu halten. Je nach Anbauverfahren (enge oder weitere Fruchtfolge) und Standort (humusreich, trocken oder feucht) zieht Ihr Maisanbau eine typische Verunkrautung/Verungrasung (Hirsen) nach sich, dem mit unterschiedlichen Herbizidstrategien begegnet werden kann. Grundsätzlich sollten Sie dabei den Blick mehr auf das Stadium der Unkräuter/Ungräser richten, als sich allein nach dem Entwicklungsstadium des Maises zu richten.

Steht der Mais in einer weiten Fruchtfolge, reicht in den meisten Fällen eine Einmalanwendung einer Herbizidkombination aus boden- und blattaktiven-Wirkstoffen aus. In engen Maisfruchtfolgen mit stärkerem Hirseauftreten und typischen Mais-Problemunkräutern (Knöteriche, Nachtschatten, Storch- u. Reiherschnabel etc.) oder bei frühen Aussaatterminen haben sich Spritzfolge/Splitting-Anwendungen beginnend im 2-Blatt-Stadium des Maises bewährt. Aufgrund des verzettelten Auflaufs insbesondere von Hirsen und Windenknöterich in mehreren Wellen erfolgt die Nachlage dann an die Situation angepasst. Vorteile sind die bessere Kulturverträglichkeit und ein sicherer Bekämpfungserfolg.

Belchim Crop Protection kann Ihnen folgende Produkte über Ihren örtlichen Handel anbieten, um Ihre Herbizidstrategie im Maisanbau angepasst an nahezu alle möglichen Szenarien und Witterungsbedingungen erfolgreich zu gestalten:

  • MOTIVELL Komplett
  • ONYX
  • SIMBA 100 SC
  • MOTIVELL forte

In der folgenden Tabelle werden die Produkte nach ihrer Wirkung über Blatt und Boden eingeteilt.

MOTIVELL Komplett ist eine Produktkombination bestehend aus bekannten und bewährten Wirkstoffen im Maisanbau. Die Komplettlösung umfasst die vier Wirkstoffe Nicosulfuron (MOTIVELL forte), Mesotrione (SIMBA 100 SC) sowie Terbuthylazin u. Pethoxamid (SUCCESSOR T). In diesem Pack ist eine sichere und dauerhafte Komplettlösung mit Blatt- und Bodenwirkung kombiniert, die eine starke und breite Wirkung gegen Mischverunkrautung (inkl. Knöteriche und Nachtschatten) und eine bewährte Wirkung gegen viele Ungräser (Rispe, Ackerfuchsschwanz, Flughafer) und Hirsen ausübt.

Mit MOTIVELL Komplett sind Sie flexibel in den Anwendungsbedingungen:

  • Einmalanwendung: Successor T 2,5 l/ha + Simba 100 SC 1,0 l/ha + Motivell forte 0,6 l/ha  
  • Spritzfolge: Sie teilen den Pack in zwei Anwendungstermine
    • Früh - Bodenwirkung mit Successor T 2,5 l/ha + Simba 100 SC 0,5 l/ha
    • Spät - Blattwirkung mit Simba 100 SC 0,5 l/ha + Motivell forte 0,6 l/ha  

 

Unser neu zugelassenes Onyx enthält den Wirkstoff Pyridat (600g/l) in flüssiger Form. Beim Onyx handelt es sich um ein zu 100% blattaktives Kontaktherbizid, das seine Stärken auf eine Vielzahl von breitblättrigen Unkräutern hat. Als Mischpartner bieten sich Triketone an; insbesondere Mesotrione (= SIMBA 100 SC) in Tankmischung mit ONYX zeigt eine verstärkte Leistung auf Unkräuter und die Hirsewirkung wird zusätzlich abgesichert.

Diese Zusatzleistung zeigt Onyx in Kombination mit Mesotrione (SIMBA 100 SC) eindrucksvoll auf zwei Problemunkräuter/-ungräser in Ihrer Fruchtfolge:

Durchwuchskartoffel und Erdmandelgras

Ausfallkartoffeln können wie andere Unkräuter deutliche Ertrags- und Qualitätsverluste in der Folgekultur verursachen. Sie konkurrieren besonders im Jugendstadium bei langsam wachsenden Folgekulturen um Wasser und Nährstoffe. Wesentlicher ist jedoch, dass Durchwuchskartoffeln als ständige Infektionsquelle für eine Vielzahl von Schaderregern fungieren und damit den phytosanitären Effekt der Fruchtfolge aufheben:

Eine Ausfallkartoffel pro m2 entspricht phytosanitär einem Anbaujahr Kartoffeln!

Im Mais lassen sich Durchwuchskartoffeln relativ gut bekämpfen. Die Basis zur Bekämpfung von Ausfallkartoffeln im Mais ist der Wirkstoff Mesotrione, enthalten im SIMBA 100 SC. Um eine gute Wirkung zu erzielen, ist in Spritzfolgen zu arbeiten. Erste Versuche zeigen nun, dass die Kombination von ONYX mit SIMBA 100 SC diese Wirkung noch um ein Vielfaches steigern kann, da der Wirkstoff Pyridat enthalten in ONYX eine besondere Wirkungsstärke auf Nachtschattengewächse aufweist, zu denen die Kartoffel zählt.

 Am effektivsten zeigte sich eine Doppelbehandlung mit jeweils ONYX 0,75 l/ha + SIMBA 100 SC 0,75 l/ha:

Mit der Ertragsangabe in dt/ha für die Einmal- und die Doppelbehandlung ist der Anteil an Tochterknollen dargestellt, der sich im Bestand entwickeln kann. Die Spritzfolge aus Simba + Onyx hat in diesem Versuch den besten Bekämpfungserfolg gezeigt.

Beim Erdmandelgras handelt es ich um ein sehr ausdauerndes Ungras, das mit Hilfe seiner Erdmandeln (kleine Knöllchen an den Wurzeln) viele Jahre überdauern kann. Durch die Erdmandeln, und die Fähigkeit Rhizome zu bilden, erlangt das Erdmandelgras ein enormes Verbreitungs- und Vermehrungspotential. Bis zu 1.000 Pflanzen/m² unterdrücken jede Kulturpflanze. Für die Bekämpfung des Erdmandelgrases ist eine Spritzfolge im Mais anzuwenden. Gute Ergebnisse sind mit der Spritzfolge:

1.: Successor T 2,5 i/ha + Simba 0,75 l/ha + Onyx 0,75 l/ha    im 2 – 4 Blattstadium

2.: Simba 0,75 l/ha + Onyx 0,75 l/ha                                            im 6 – 8 Blattstadium

zu erzielen.

Aber nicht nur bei der Bekämpfung von Durchwuchskartoffeln und Erdmandelgras verspricht die Kombination aus

ONYX 0,75 l/ha + SIMBA 100 SC 0,75 l/ha

Erfolg. Ist aufgrund von Trockenheit und/oder hohen Humusanteilen im Boden oder beim Maisanbau in Wasserschutzgebieten ein im Schwerpunkt blattaktiver Herbizideinsatz gefragt, bietet sich diese Tankmischung ebenfalls an.

 

Im MOTIVELL forte haben wir mit Nicosulfuron den wohl bekanntesten Wirkstoff in der Gruppe der Sulfonylharnstoffe im Maisanbau. MOTIVELL forte ist eine optimierte neue Formulierung, die auf einer öligen Dispersion (OD-Formulierung) mit einem neuen Netzmittel basiert. Dadurch werden Aufnahmegeschwindigkeit und mögliche Aufnahmemenge des aktiven Wirkstoffs in das Blatt der Zielpflanzen verbessert . Dies führt zu einer deutlich rascheren Regenfestigkeit, die bereits nach zwei Stunden erreicht wird. Die Aufnahme des Wirkstoffes erfolgt hauptsächlich über das Blatt (ca. 90% Blattwirkung), zu einem geringen Teil aber auch über die Wurzeln (10% Bodenwirkung). Durch die neue Formulierung zeigen sich Symptome des Absterbeprozesses an den Blättern der Ungräser und Unkräuter früher, d.h. die Wirksamkeit von MOTIVELL forte, insbesondere gegen Quecke, Borstenhirse-Arten, Mohrenhirse, Kamille, Vogelmiere, Stiefmütterchen etc. ist verbessert. Das Enzym Acetolactat Synthase in den Zellen der Zielpflanzen wird durch den Wirkstoff Nicosulfuron gehemmt ( =ALS-Hemmer). Die Folge ist, dass diese das Wachstum unverzüglich einstellen und gegenüber dem Mais keine Konkurrenz mehr ausüben. Die Ungräser/Unkräuter verfärben sich und sterben anschließend langsam ab.

Der Einsatz von MOTIVELL forte erfolgt zwischen dem 2- bis 8-Blattstadium des Maises im Nachauflauf. Die Unkräuter müssen zum Zeitpunkt der Applikation bereits aufgelaufen sein und sich optimal im 2- bis 4-Blattstadium befinden. Ungräser werden vom 2-Blattstadium bis zur Bestockung erfasst. Die Quecke sollte zur guten Wirkstoffaufnahme 4 bis 6 Blätter gebildet haben. Die Anwendung von MOTIVELL forte in Tankmischung mit anderen Maisherbiziden ergänzt bzw. sichert die Wirkung gegen Ungräser und Hirsen ab.

Wichtiger Hinweis: Nicosulfuron gilt als "milder" Wirkstoff der Sulfonyle im Maisanbau, was die Verträglichkeit betrifft. Trotzdem sind auch bei MOTIVELL forte Bedingungen zu nennen, die eine Verträglichkeit optimieren. MOTIVELL forte ist sehr sortenverträglich (Ausnahme: GZ Aldera; Nescio) und kann in einem breiten Anwendungsfenster vom 2- bis zum 8-Blattstadium des Maises eingesetzt werden. MOTIVELL forte sollte nach Möglichkeit bei wüchsigen Bedingungen und Temperaturen von 10 bis max. 25 °C eingesetzt werden, dabei sollten die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht nicht über 20 °C liegen. Der Mais sollte zum Zeitpunkt der Behandlung eine gute Wachsschicht ausgebildet haben. Nach Niederschlägen mindestens einen Tag warten, bis sich die Wachsschicht neu gebildet hat. Bei Temperaturen über 25°C sollte die Anwendung verschoben werden. Nach der Anwendung von MOTIVELL forte sollte 2 Stunden kein Niederschlag fallen.

Notfallzulassung nach Art. 53 für Teppeki® in Zuckerrüben

  • Zugriffe: 717

Notfallzulassung nach Art. 53 für Teppeki® in Zuckerrüben

Nach dem Wegfall der Neonicotinoiden-Beize für Zuckerrüben, gibt es mit Teppeki® 2019 doch noch eine systemische Lösung, um auch versteckt sitzende Blattläuse als Virusvektoren nachhaltig zu bekämpfen.

Teppeki® hat die Genehmigung für die Anwendung in der Zuckerrübe gegen Blattläuse als Virusvektor nach Artikel 53 erhalten. Diese Zulassung wird für die Zeit vom 1. April 2019 bis zum 29. Juli 2019 für 120 Tage erteilt. Die genehmigte Menge ist auf 10.000 kg festgelegt, was einer Behandlungsfläche von ca. 71.500 ha entspricht. Das Mittel ist als B2 eingestuft. Weiterhin gilt: NW642-1: Keine Anwendung unmittelbar an Gewässern – der länderspezifische Abstand zu Oberflächengewässern ist einzuhalten.

Die Genehmigung im Überblick:

   

Die Genehmigung kommt rechtzeitig, damit die Rübenanbauer planen können und die Ware mit der entsprechenden Etikettierung beim Handel bereitgestellt werden kann.

 

Wundbehandlung gegen Esca: Der Einsatzzeitpunkt für Vintec ist da!

  • Zugriffe: 641

Milde Temperaturen begünstigen den Sporenflug der zum Esca-Krankheitskomplex gehörenden Pilze. Die Wetterprognose für die kommenden Tage/Wochen sieht in allen Weinbauregionen steigende Temperaturen deutlich über 10°C vor (s. Beispiele).

Der Einsatzzeitpunkt für Vintec® ist da!

 

Mit Vintec® ist das erste Pflanzenschutzmittel zur Vorbeugung von Esca zugelassen. Der antagonistische Pilz Trichoderma atroviride SC1 ist der Wirkstoff im Produkt Vintec®. Er besiedelt schnell und nachhaltig die Schnittwunden, die durch den Rebschnitt entstanden sind, und schützt sie so vor dem Eindringen der Schadpilze.

 

 

 

 

 

Wichtig für die Anwendung von Vintec® sind folgende Parameter:

 

  1. 1.     Tagestemperaturen um 10°C
  2. 2.    48 h kein Frost

 

Bei der Ausbringung gilt es darauf zu achten, dass

 

  1. 1.     die Konzentration der Spritzbrühe eingehalten wird (2 g/L)
  2. 2.    die Stammwunden gut benetzt werden

 

Vintec® kann mit herkömmlichen Spritz- und Sprühgeräten ausgebracht werden. Eine möglichst zielgerichtete Anwendung ist allerdings empfehlenswert und ökonomisch sinnvoll.

 

Zu Fragen rund um die Anwendung stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

 

 

 

Beloukha im Hopfen zugelassen

  • Zugriffe: 1495

Das Produkt Beloukha® hat die Notfallzulassung nach Artikel 53 zum 2. Hopfenputzen ab dem 05.07.2018 erhalten.

Beloukha® ist ein nichtselektives Totalherbizid mit reiner Kontaktwirkung und enthält 680 g/l Pelargonsäure. Der Wirkstoff wird ausschließlich aus pflanzlichen Ölen gewonnen und wird in der Umwelt schnell und rückstandsfrei abgebaut. Beloukha® kann mit einer Aufwandmenge von max. 16 l/ha einmal pro Saison zum 2.Hopfenputzen angewendet werden. Die Anwendung im Hopfen erfolgt als Reihenbehandlung auf etwa 1/3 der Gesamtfläche. Daraus ergibt sich für die Reihenbehandlung eine Aufwandmenge von 5,3 l/ha pro Anwendung. Für eine optimale Wirkung muss Beloukha® mit Nährstofflösungen angewendet werden. Beloukha® hat in Kombination mit Nährstofflösungen eine gute Wirkung auf Blätter, Boden- und Seitentriebe und ist zudem hochverträglich für den Hopfen. Die volle Aufwandmenge sollte nicht reduziert werden. EU- und US-Norm sind vorhanden. Der Einsatz von Beloukha ist bis EC 87 (70% der Dolden geschlossen) möglich!

 

Anwendungsempfehlung für die Reihenbehandlung

  • Aufwandmenge Spritzbrühe 400-500 l/ha
  • 30% AHL oder 50% InnoFert Hopfen
  • 5,3 l/ha Beloukha®
  • 0,1% Adhäsit
  • 0,04% Breakt hru
  • Schaumstopp (z.B. proagro Schaumfrei)
  • Fahrgeschwindigkeit nicht über 6 km/h
  • Keine Mischung mit Zink- und Borsalzen

 

Einsatzbedingungen

Zur Anwendung sind eine hohe rel. Luftfeuchte und Temperaturen von mind. 10°C förderlich. Wüchsiges Wetter bei Temperaturen von über 20°C im Anschluss an die Behandlung sollten gegeben sein. Anwendungen bei Temperaturen über 25°C sind auf die Abendstunden zu verlegen.

Die Temperatur des Spritzwassers sollte 10°C nicht unterschreiten.

 

Abstandsauflagen NW609-1, NT101

 

WICHTIG:

Bei Pflanzenschutzspritzen mit starkem Rücklauf oder starker Rührwerksleistung kann es zu Schaumbildung kommen, welche die Wirkung von Beloukha beeinflusst. Daher sollte unabhängig von auftretender Schaumbildung beim Befüllvorgang Schaumstopp eingesetzt werden. Wichtig ist auch die richtige Reihenfolge bei der Spritzenbefüllung. Zuerst sollte das Fass weitestgehend mit der vollen Menge Wasser befüllt werden. Danach folgt die volle Menge der Nährstofflösung. Als nächstes folgt Schaumstopp. Erst danach kann Beloukha zugegeben werden. Abschließend können Additive und die restliche Wassermenge beigemischt werden.

 

Ausführliche Informationen zu Beloukha, sowie zu unseren Hopfenprodukten erhalten Sie unter:

www.belchim-agro.de/Hopfen sowie  http://naturalandfast.belchim-agro.de

 

Auf Sicherheit in der Strategie gegen Oidium und Peronospora achten

  • Zugriffe: 1059

Nach einem sehr schnellen Verlauf der Blüte setzt sich das zügige Wachstum der Reben fort. Durch die schwülwarme und unbeständige Witterung verbunden mit einem starken Zuwachs bleibt das Risiko für Oidium aber auch Peronospora weiterhin auf hohem Niveau. Achten Sie daher auf einen lückenlosen Schutz Ihrer Anlagen und wählen Sie die Spritzabstände entsprechend eng.

 

 

Wir empfehlen ihnen zu diesem Zeitpunkt den Einsatz von Kusabi® mit dem neuen Wirkstoff Pyriofenone (Wirkstoffgruppe K) in Kombination mit Videryo®F. Die Kombination dieser beiden Produkte bietet neben einem hervorragenden Schutz gegen Odium und Peronospora zusätzlich eine Nebenwirkung gegen Botrytis.

 

Empfehlung Nachblüte bis Traubenschluss

 

Kusabi® 0,225 – 0,3  L/ha + Videryo® F  1,88 – 2,5 L/ha

(3-4 facher Basis-Aufwand)


Kusabi
®       

  • Lange protektive Wirkung gegen Oidium
  • Zusatzwirkung* gegen Botrytis
  • Optimale Verteilung auf dem Blatt (DISPENSE-Effekt)
  • Schnelle & hohe Regenfestigkeit

 

 

Videryo® F  

  • Lange protektive Wirkung gegen Peronospora
  • Zusatzwirkung* gegen Botrytis, Roter Brenner, Phomopsis und Schwarzfäule
  • Reduktion der Sporenzahl (sporenabtötend) für weniger Druck in der Anlage
  • Aktives Resistenzmanagement durch ideale Wirkstoffkombination

 

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